18.08.2026

Beschäftigung & Arbeitsmarkt

Südwestmetall: Kurz vor Beginn des Ausbildungsjahres sind noch zahlreiche Lehrstellen in der Metall- und Elektroindustrie unbesetzt

Höhn: „Trotz der gegenwärtigen Krise sind die Chancen für Jugendliche weiterhin gut. Es werden Auszubildende in der Breite der Industrie und der Berufsbilder gesucht“

STUTTGART – Kurz vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres sind in derMetall- und Elektroindustrie (M+E) noch zahlreiche Ausbildungsplätze unbesetzt. „Trotz der gegenwärtigen Krise sind die Chancen für Jugendliche weiterhin gut. Es werden Auszubildende in der Breite der Industrie und der Berufsbilder gesucht“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Bezirksgruppe Ludwigsburg-Rems-Murrdes Arbeitgeberverbands Südwestmetall, Hanno Höhn, am Dienstag in Stuttgart „Eine Ausbildung in der M+E-Industrie bietet jungen Menschen anspruchsvolle Aufgaben in einem High-Tech-Umfeld mit attraktiven beruflichen Perspektiven“, erklärte Höhn.

Entscheidend sei, Jugendliche frühzeitig und praxisnah bei der Berufswahl zu unterstützen. „Wer nur Berufsbeschreibungen liest, weiß noch lange nicht, welcher Beruf wirklich zu ihm passt. Junge Menschen müssen Betriebe erleben, Aufgaben ausprobieren und ihre eigenen Talente entdecken können“, machte der stellvertretende Vorsitzende der Bezirksgruppe deutlich.

Um den Jugendlichen einen besseren Einblick in die Vielfalt der Ausbildungsberufe zu ermöglichen, finden vom 12. Oktober bis 6. November wieder in ganz Baden-Württemberg Kennenlernpraktika im Rahmen der Praktikumswochen statt. Die Aktion wird von Südwestmetall, den Kammern, der Landesregierung, der Bundesagentur für Arbeit sowie dem Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT unterstützt.

„Die Tagespraktika sind unkompliziert und praxisnah. Sie geben Jugendlichen Orientierung und ermöglichen den Unternehmen, potenzielle Bewerberinnen und Bewerber persönlich kennenzulernen“, erklärte Höhn. „Aus einem Praktikum kann schnell ein Ausbildungsverhältnis werden.“

Eine Teilnahme ist auch während der Schulzeit möglich. Schülerinnen und Schüler können dafür eine Befreiung vom Unterricht beantragen.

Für die Unternehmen sind die Praktikumswochen ein wichtiger Baustein der Nachwuchsgewinnung. Sie können interessierten Jugendlichen zeigen, welche Tätigkeiten, Technologien und Entwicklungsmöglichkeiten die M+E-Industrie bietet.

„Der demografische Wandel verschärft den Wettbewerb um Nachwuchskräfte. Deshalb müssen wir längerfristiger denken und früher und gezielter für die duale Ausbildung werben“, sagte Höhn und forderte weitere Unternehmen zur Teilnahme auf. „Gute Berufsorientierung hilft den Jugendlichen und trägt zugleich dazu bei, die Fachkräftebasis unserer Industrie zu sichern. Davon profitieren junge Menschen, Unternehmen und die gesamte Region.“

Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse können sich bereits jetzt anmelden: https://praktikumswoche.de/regionen/baden-wuerttemberg

Informationen und Anmeldung für Unternehmen: https://praktikumswoche.de/regionen/baden-wuerttemberg/unternehmen-baden-wuerttemberg

 

Info: Der Arbeitgeberverband SÜDWESTMETALL ist einer der größten industriellen Arbeitgeberverbände Deutschlands. Er vertritt in Baden-Württemberg die arbeitsrechtlichen, tarif-, sozial- und bildungspolitischen Interessen von mehr als 1.600 Mitgliedsbetrieben der Metall- und Elektroindustrie. Die Bezirksgruppe Ludwigsburg-Rems-Murr als eine von insgesamt 12 regionalen Vertretungen betreut rund 280 Mitgliedsbetriebe mit knapp 70.600 Beschäftigten im Landkreis Ludwigsburg und dem Rems-Murr-Kreis.

 

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