transformation - Innovation - wettbewerbsfähigkeit

Transformation:
Die größte Herausforderung unserer Zeit

Die Transformation hin zur einer klimaneutralen Lebens- und Wirtschaftsweise und damit auch zur Elektromobilität ist die zentrale Herausforderung unserer Zeit. Sie impliziert nicht nur die Entwicklung und Produktion neuer Produkte, sondern den kompletten Energiesektor und die Arbeitswelt mit ihren Arbeitsweisen. Die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen wird in den kommenden Jahren auch davon abhängig sein, wie gut sie die Transformation meistern und innovative Lösungen finden. Klar ist, ohne eine gut ausgebildete MINT-Fachkräftebasis wird die Transformation nicht gelingen. Südwestmetall denkt Transformation entlang des kompletten Bildungs- und Lebensweges sowie als ganzheitliche Aufgabe für Unternehmen und Gesellschaft.

Die Metall- und Elektro-Industrie befindet sich mitten im größten Umbruch ihrer Geschichte

Transformation gestalten:
Fokus auf Technologieoffenheit, Innovation und Investitionsdynamik.

Die Metall- und Elektro-Industrie befindet sich mitten im größten Umbruch ihrer Geschichte: Digitalisierung und Dekarbonisierung fordern die Unternehmen heraus. Die Transformation ist kein ferner Zukunftsprozess, sondern bestimmt bereits heute den Alltag in den Betrieben.

Technologischer Fortschritt ist eine Grundvoraussetzung für unsere industrielle Wettbewerbsfähigkeit. Entscheidend ist, dass Politik und Regulierung Innovation nicht einengen, sondern ermöglichen. Unsere industrielle Stärke hängt davon ab, dass wir heute die richtigen Weichen stellen. Die Unternehmen brauchen einen flexiblen und innovationsfreundlichen Rahmen.

Die für die M+E-Industrie entscheidende Antriebswende erfordert zwingend einen technologieoffenen Ansatz. Neben der Elektromobilität und dem Ausbau der Wasserstoffwirtschaft müssen auch hocheffiziente Verbrennungsmotoren sowie synthetische Kraftstoffe (reFuels) als Brückentechnologien ihren Platz behalten. Wer Klimaschutz und industrielle Wertschöpfung zusammenbringen will, braucht Vielfalt bei Technologien statt politischer Vorfestlegungen.

Ebenso entscheidend ist die konsequente Digitalisierung der industriellen Prozesse. Die Implementierung von Künstlicher Intelligenz (KI) und digitalen Technologien in der Breite der Wertschöpfung ist elementar. So stärken die M+E-Unternehmen gezielt ihre Effizienz, Qualität und Innovationsgeschwindigkeit, um sich im internationalen Wettbewerb zu behaupten.

Gleichzeitig zeigt sich immer deutlicher: Investitionen scheitern in unserem Land häufig nicht am Kapital, sondern an zu langen Verfahren, fehlenden Flächen und mangelnder Planungssicherheit. Unternehmen brauchen schnellere Genehmigungen, eine vorausschauende Flächenpolitik und leistungsfähige Infrastruktur. Wer industrielle Transformation will, muss Investitionen ermöglichen – nicht erschweren.

Klar ist deshalb auch: Wettbewerbsfähigkeit entsteht nicht allein im Unternehmen. Sie braucht politische Rahmenbedingungen, die Innovation, Tempo und unternehmerische Initiative fördern. Gerade in Zeiten tiefgreifender Transformation entscheidet sich die Zukunft unseres Standorts daran, ob es gelingt, industrielle Stärke und Klimaneutralität gemeinsam zu denken.

Wenn Technologieoffenheit, Innovationskraft und Investitionsdynamik konsequent zusammengeführt werden, kann die M+E-Industrie ihre Rolle als Wachstumsmotor auch künftig erfüllen – für Beschäftigung, Wohlstand und die wirtschaftliche Stärke von Baden-Württemberg und Deutschland.

Um die Transformation aktiv zu gestalten, hat Südwestmetall gemeinsam mit dem Sozialpartner, der IG Metall Baden-Württemberg, und dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg eine „Agenda für eine starke Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg“ vereinbart.

HOCHSCHULEWIRTSCHAFT

Zum Aufbau und zur Intensivierung von Beziehungen zwischen Hochschulen und Wirtschaft wurde die Servicestelle HOCHSCHULEWIRTSCHAFT ins Leben gerufen. Sie unterstützt Betriebe in der Zusammenarbeit mit Hochschulen und bei der Verknüpfung wissenschaftlicher Weiterbildungsangebote mit der Personalentwicklung im Unternehmen.

Südwestmetall Förderpreis

Mit den Südwestmetall-Förderpreisen zeichnet der Verband seit über 30 Jahren herausragende Nachwuchswissenschaftler der Landesuniversitäten aus.

Neuordnung der Ausbildungsberufe in der M+E-Industrie

Die Sozialpartner kommen bei der Neuordnung der Ausbildungsberufe in der M+E-Industrie ihrem gesetzlichen Auftrag nach, indem sie die Transformationsbegleitung aktiv und direkt unterstützen. Durch die Entwicklung und Gestaltung attraktiver sowie passgenauer Berufsbilder tragen sie maßgeblich dazu bei, die Transformation in der Arbeitswelt erfolgreich zu bewältigen.

MINT-Förderung / MINT-Strategie / MINT-Versprechen der Wirtschaft / MINT-Exzellenzgymnasium BW

Die gesellschaftliche und wirtschaftliche Transformation beginnt bereits in der Schule. Um diesen Prozess erfolgreich zu gestalten, sind außerschulische Partner unverzichtbar. Im Rahmen des „MINT-Exzellenz-Gymnasiums Baden-Württemberg“ wird daher gezielt ein belastbares Unternehmensnetzwerk aufgebaut. Ziel dieser Kooperation ist die langfristige Sicherung von MINT-Fachkräften über alle Qualifikationsniveaus hinweg.

Qualifizierung

Die Transformation der Metall- und Elektroindustrie verändert Arbeitsplätze, Qualifikationsanforderungen und Kompetenzprofile in hohem Tempo. Digitalisierung, Dekarbonisierung und neue Technologien führen dazu, dass bestehende Tätigkeiten wegfallen, sich verändern oder neue Berufsbilder entstehen. Entscheidend für den Erfolg dieses Wandels ist deshalb eine leistungsfähige Fachkräftesicherung, die Qualifizierung, Weiterbildung und berufliche Übergänge konsequent miteinander verbindet.

Der Fachkräftemangel entwickelt sich angesichts des sich beschleunigenden demografischen Wandels zunehmend zu einem zentralen Risiko für Wachstum, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Beschäftigten mit technologischen, digitalen und industriellen Zukunftskompetenzen kontinuierlich. Für die Unternehmen ist klar: Transformation kann nur gelingen, wenn Fachkräfte verfügbar bleiben und Beschäftigte erfolgreich in neue Tätigkeiten überführt werden können. Dabei geht es nicht allein um die Gewinnung neuer Fachkräfte, sondern ebenso um die gezielte Weiterentwicklung der bereits vorhandenen Kompetenzen in den Unternehmen.

Um die Beschäftigungsfähigkeit im Strukturwandel langfristig zu sichern, müssen Future Skills wie Kommunikation, Teamfähigkeit, kritisches Denken sowie der kompetente Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) frühzeitig und verbindlich im gesamten Bildungssystem sowie in der beruflichen Weiterbildung verankert werden. Unternehmen und Beschäftigte benötigen flexible und praxisnahe Weiterbildungsmöglichkeiten, um auf veränderte Anforderungen reagieren zu können. Für die duale Ausbildung gilt es, die Ausbildungsinhalte konsequent an den technologischen Wandel anzupassen und stärker auf Zukunftstechnologien auszurichten.

Besonders deutlich zeigt sich der Handlungsbedarf in der Industrie. Der Strukturwandel – insbesondere in der Automobil- und Zuliefererindustrie – verändert Beschäftigungsstrukturen erheblich. Deshalb kommt es darauf an, Kompetenzbedarfe frühzeitig zu identifizieren und neue berufliche Übergangspfade aktiv zu gestalten. Ziel muss es sein, Beschäftigten möglichst nahtlose Übergänge in neue Tätigkeiten und Beschäftigungsverhältnisse zu ermöglichen.

Dabei gewinnt auch der sogenannte Job-to-Job-Transfer zunehmend an Bedeutung. Wenn Unternehmen umstrukturieren und Personal abbauen müssen, soll hiermit ein möglichst direkter Wechsel von einem Job in den nächsten ermöglicht werden. Das gibt den Betroffenen Sicherheit, bringt mehr Bewegung in den Arbeitsmarkt und vermeidet unnötige Arbeitslosigkeit. Voraussetzung dafür sind transparente Kompetenzprofile, passgenaue Qualifizierungsangebote und eine enge Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Sozialpartnern, Arbeitsverwaltung und Bildungsträgern.

Arbeitsmarktdrehscheiben, digitale Matching-Plattformen und tarifvertragliche Lösungen wie der Tarifvertrag „Regio PE – regionaler Personaleinsatz“ der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie zeigen, wie Transformationsprozesse sozialpartnerschaftlich und praxisnah gestaltet werden können. Solche Modelle helfen dabei, Fachkräftepotenziale zu sichern, Beschäftigungsperspektiven zu erhalten und den Strukturwandel aktiv zu begleiten.

Darüber hinaus müssen bestehende Förderinstrumente für Weiterbildung und Qualifizierung besser miteinander verzahnt werden. Insbesondere die Angebote der Bundesagentur für Arbeit können einen wichtigen Beitrag leisten, um Beschäftigte frühzeitig auf neue Tätigkeiten vorzubereiten und Unternehmen bei Transformationsprozessen zu unterstützen.

Neben Qualifizierung und beruflichen Übergängen bleibt auch die Erschließung zusätzlicher Fachkräftepotenziale unverzichtbar. Schnellere Verfahren bei der qualifizierten Zuwanderung, flexiblere Arbeitszeitmodelle, bessere Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie stärkere Arbeitsanreize sind wichtige Bausteine einer modernen Fachkräftestrategie.

Die wirtschaftliche Transformation wird nur gelingen, wenn der Arbeitsmarkt leistungsfähig, flexibel und zukunftsorientiert aufgestellt ist. Fachkräftesicherung, Weiterbildung und funktionierende Job-to-Job-Transfers sind deshalb keine Randthemen des Strukturwandels, sondern zentrale Voraussetzungen für industrielle Wertschöpfung, Innovation und Beschäftigung in Deutschland.

Um die Transformation aktiv zu gestalten, hat Südwestmetall gemeinsam mit dem Sozialpartner, der IG Metall Baden-Württemberg, und dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg eine „Agenda für eine starke Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg“ vereinbart.

Future Skills Studie

Angesichts der Unsicherheiten über die zukünftige Entwicklung, die sich nicht nur aus der Transformation ergeben, stellt ein zukunftsorientiertes, vorausschauendes Kompetenzmanagement für viele Unternehmen eine große Herausforderung dar. Die Future Skills-Studie möchte Unternehmen und Betriebsräte der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg in der Gestaltung des vorausschauenden Kompetenzmanagements unterstützen, in dem sie eine Blaupause für mögliche Future Skills mit einem Zeithorizont bis 2030 anbietet.

Trendradar

Herzlich Willkommen zum Trendradar "Zukunftsfähige Industriearbeit". Mit diesem hilfreichen Tool haben Sie die Möglichkeit, Zukunftstrends zu identifizieren, zu verfolgen und zu analysieren. Das Trendradar kann Ihnen als strategisches Instrument dienen, Ihre Organisation auf zukünftige Entwicklungen vorzubereiten und Chancen oder Risiken frühzeitig zu erkennen. Sie erhalten zielführende Informationen darüber, auf welche Entwicklungen sich Ihr Unternehmen fokussieren sollte.

zum Trendradar
Grundlagen

Der Sektor ‚Grundlagen‘ zeigt Trends, die den Wandel von bestehenden zu neuen Geschäftsmodellen, die Entwicklung völlig neuer Geschäftsideen oder die Rekonfiguration bestehender Wertschöpfungsketten beschreiben. Dazu auch Technologien und Verfahren, die diese Veränderungen unterstützen, sowie Inhalte, die das Entstehen neuer Märkte (z. B. Sharing oder Leasing anstelle von Kauf) oder neuer Produkte und Dienstleistungen beschreiben. Auch Technologien und Verfahren (autonomes Fahren, 3D-Druck, ...), die diese Entwicklungen ermöglichen. Zusätzlich zeigt dieser Sektor Trends, die die Stabilisierung und den erfolgreichen Betrieb des bestehenden Geschäftsmodells begünstigen.

Verantwortung

Im Sektor ‚Verantwortung‘ werden Trends aufgezeigt, die die drei Nachhaltigkeitsbereiche Ökologie (Naturschutz, Umweltschutz, Artenschutz, Ressourcenschonung, ...), Ökonomie (Energieeinsparung, Ressourceneffizienz, Arbeitsbedingungen, Kreislaufwirtschaft, Abfallvermeidung, CO2‚-Fußabdruck, ...) und Gesellschaft/Soziales (Wohlstand, sozialer Frieden, Arbeitskräftesicherung, Gleichberechtigung, ...) beschreiben. Ebenfalls solche, die zeigen, wie Organisationen oder Personen Verantwortung für ihr Handeln übernehmen.

Exzellenz

Im Sektor ‚Exzellenz‘ werden Trends zu digitalisierten, vernetzten, automatisierten und flexiblen industriellen Produktionsweisen dargestellt und solche, die den Einsatz innovativer Produktionsmittel und -verfahren beschreiben. Hinzu kommen Inhalte, die die Interaktion von Mensch und Technik zeigen. Darunter z. B. auch Systeme zur Automatisierung von computergestützten Prozessen (Robotic Process Automation), Anwendung von künstlicher Intelligenz oder digitale Assistenzsysteme. Ebenso sind intelligente Materialien, die das Funktionsspektrum eines Werkstoffes erweitern und die Voraussage von Ereignissen auf Basis einer Datenanalyse Inhalte dieses Sektors. Genauso wie Trends, die jeden operativen Prozess einer Organisation beeinflussen.

Organisation

Im Sektor ‚Organisation‘ werden Trends zu Formen des Arbeitens und der Arbeitsorganisation gezeigt. Darunter fallen z. B. agile Organisationsformen, selbstorganisierte Teams, fluide/anpassungsfähige Organisationen, mobile Arbeit, Click- und Crowdworking aber auch die zugehörigen Methoden zur Ausbildung und Wissensvermittlung sowie Führungs- und Rekrutierungsmodelle.

Steuerung

Der Sektor ‚Steuerung‘ beinhaltet Trends, die die Vernetzung von Organisationen, Prozessen und Infrastruktur (Maschinen, Datenquellen, Transportmitteln, ...) in vornehmlich industriellen Wertschöpfungsstrukturen darstellen. Und solche, die die Erfassung, Speicherung und Verarbeitung von Daten zur Steigerung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit beschreiben.

Kontakt

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Thomas Köpp
Initiative Zukunftsfähige Industriearbeit

Innovation

Innovation ist nicht nur die Verbesserung von Produkten, sondern ein Wohlstandstreiber in sich, der Wettbewerbsfähigkeit sichert. Nur mit innovativen Lösungen und Produkten wird es gelingen, den Herausforderungen der Transformation zu begegnen. Daher unterstützt Südwestmetall die Innovationsplattform für Unternehmensgründungen im Land Baden-Württemberg.

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