15.03.2025

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Südwestmetall: Vorwürfe, die Firmen verlagerten Produktion und Jobs aus Renditegier ins Ausland, sind absurd

Barta: „Viele Unternehmen verdienen am Standort Deutschland keinen Cent mehr – Gewerkschaftsforderungen nach noch mehr Sozialstaat sind die falsche Antwort"

STUTTGART – Zum Aktionstag der IG Metall erklärt Oliver Barta,Hauptgeschäftsführer von Südwestmetall, dem Arbeitgeberverband derbaden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie:„Wir teilen die Sorgen der Beschäftigten und der Gewerkschaft um dieZukunftsfähigkeit unserer Industrie am Standort Deutschland und Forderungen andie künftige Bundesregierung, jetzt endlich bessere Rahmenbedingungen für dieUnternehmen zu schaffen. Die wiederholten Vorwürfe an die Arbeitgeber, siehätten den Wandel verschlafen und würden mit „unproduktivenVerlagerungsfantasien“ Produktion, Entwicklung und Jobs ins Ausland verlagern,um ihre Gewinne zu maximieren, sind absurd.Immer mehr Unternehmen berichten uns, dass sie massiv inZukunftstechnologien investiert haben, das erhoffte Geschäft jedoch ausbleibt,weil der Wettbewerb aufgeholt hat und die Kostennachteile von „Made in Germany“spürbarer werden. Seit geraumer Zeit verdienen sie an ihren deutschenStandorten kaum einen Cent mehr oder machen gar Verluste. Knapp die Hälfte derFirmen kommt auf eine Rendite von weniger als zwei Prozent, fast jede Vierteschreibt rote Zahlen. Hier reicht noch nicht einmal das Geschäft im Auslandaus, um das Minusgeschäft hierzulande auszugleichen. Guter Wille und Appelle andie Verantwortung reichen hier nicht aus, um daran etwas zu ändern.Für viele Missstände und die schlechten Rahmenbedingungen in Deutschlandträgt die Politik die Verantwortung. Hier haben Betriebe und Beschäftigte,Arbeitgeber und Gewerkschaft der M+E-Industrie ein gemeinsames Interesse, ihreAnliegen und Forderungen an die künftige Bundesregierung zu adressieren.Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Gewerkschaften eineMitverantwortung dafür tragen, dass wir bei den Kosten in Deutschland kaum nochwettbewerbsfähig sind. Wir haben aufgrund einer auf Maximierung abzielendenTarifpolitik mit die höchsten Lohnkosten weltweit. Und gewerkschaftlicheForderungen nach noch mehr Sozialstaat sind die falsche Antwort.Frühverrentungsanreize, nicht nachhaltig finanzierte Rentengarantien,Tariftreuegesetze oder höhere Mindestlöhne tragen nicht dazu bei, dieRahmenbedingungen hierzulande zu verbessern und Unternehmen zu ermutigen, inZukunftstechnologien, Arbeitsplätze und in die Sicherung unseres Wohlstands zuinvestieren.“

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